Unterhaltungen für das Theater-Publikum (9.11.1833) / t_1574

München, vom 9. November.

Es ist uns von geachteter Hand folgendes zur Mitteilung eingesandt worden:

»Das durch Wiener Blätter verbreitete Gerücht, daß Mad. Schechner-Waagen da­selbst Gastrollen geben werde, ist, wie man vernimmt, völlig ungegründet. Leider wird diese geschätzte Künstlerin selbst dem Münchner Publikum für mehrere Wo­chen durch eine Krankheit entzogen, welche die Aerzte den allzufrühen und großen Anstrengungen nach ihrem letzten Wochenbett beimessen, wodurch die auf dem Repertoir befindlichen Opern, Macbeth und Eurianthe hinausgeschoben werden. Auch die Hoffnung, Mad. Sigl-Vespermann nach längerer Ruhe und Bade­kur wieder in Thätigkeit beim K. Hoftheater gesetzt zu sehen, geht nicht in Erfül­lung, indem ein neuerdings gegebenes ärztliches Gutachten sie selbst für einen be­schränktern Theaterdienst für unfähig erklärt haben soll.«

Unterhaltungen für das Theater-Publikum Nro. 16. München, 9. November 1833.


33-07-34 (Schechner-Waagen & Waagen)