Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte (1875 – 1876) / t_162

Franz Valentin Elbracht wurde am 9. Juli 1766 zu Mannheim geboren und trat im Alter von 17 Jahren als Cadet in das Infanterie-Regiment Rodenhausen. Nachdem er im Jahre 1786 eine Lieutenantsstelle im Dragoner-Regiment Leiningen erwor­ben, wurde ihm als Oberlieutenant im 1. Chevauxlegersregiment wegen besonde­rer in den Feldzügen 1793 und 1794 bewiesener Tapferkeit das von dem Kurfürsten Carl Theodor gestiftete Militär-Ehrenzeichen verliehen. An dem Feldzuge 1805 nahm Elbracht als Major im 3. Chevauxlegersregiment Leiningen (nun 5. Prinz Otto) Antheil und erhielt für die im Tagebuch verzeichneten Handlungen das Comthur­kreuz des Militär-Max Joseph-Ordens. Als Oberst des 1. Chevauxlegersregiments erwarb er sich in den Feldzügen 1809 und 1812 mehrfache Belobungen, 1813 als Generalmajor und Commandant einer Cavalleriebrigade das Ritterkreuz der franzö­sischen Ehrenlegion. 1824 wurde von Elbracht unter Ernennung zum Vicepräsiden­ten des k. Generalauditoriats zum Generallieutenant befördert, und starb als sol­cher am 19. Febr. 1825 in München.

Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, herausgegeben von dem historischen Verei­ne von Oberbayern. Fünfunddreißigster Band. München, 1875 – 1876.


MR-085 (Elbracht)