Nachrichten von dem Leben und Werken Kölnischer Künstler (1850) / t_656

Correns, Erich, Maler und Lythograph, geboren um 1820 zu Köln, wo sein Vater Rath beim Appellationsgerichtshofe war. Erich genoß eine sorgfältige wissenschaft­liche Bildung und hatte bereits die Universität Bonn zum Studium der Jurisprudenz bezogen – da siegte die Neigung zu künstlerischem Wirken, die er bis dahin nur in seinen Nebenstunden hatte befriedigen können, und, Bonn verlassend, begab er sich zur Malerakademie nach München, wo er noch gegenwärtig verweilt. Wir dür­fen von dem viel versprechenden jungen Manne zu behaupten wagen, daß er in dem Künstlerberufe seinen wahren Beruf erwählt habe und seiner Vaterstadt Ehre machen werde. Schon in Köln hatte er während einer mehrjährigen Anleitung des Malers und Gymnasial-Zeichnenlehrers Everh. Bourel sowohl im Zeichnen als in der Miniaturmalerei die glücklichsten Gaben an Tag gelegt und manche wohlgelungene Bildnisse gefertigt. In Bonn führte er einige große Blätter mit Studentengelagen auf Stein aus, deren figurenreiche Gruppen nur Bildnisse enthalten. Andere von ihm lythographirte Bildnisse sind:

Richard von Hontheim. Advokat-Anwalt zu Köln, ohne dessen Namen; Brustbild, der Kopf fast ganz von vorne genommen, wenig nach rechts gewendet, die linke Hand hält er unter dem halb zugeknöpften Rocke; links am Arme steht: Fecit Erich Correns, rechts: Coeln 1843. Kl. fol.
F. E. Frhr. von Mering, Doctor der Philosophie. Brustbild, Fecit Erich Corrnes stud. jur. Bonn 1843. 8. Gehört zum siebenten Hefte der Geschichte der Burgen u. s. w. in den Rheinlanden, von F. E. von Mering. Köln, 1844.
Franz Raveaux, Kniestück; Erich Correns 1844. Gr. fol. Spätere Abdrücke haben bei Raveaux’ Namen den Zusatz: Abgeordneter für die Stadt Köln bei der Deutschen National Versammlung in Frankfurt. Erwählt am 10. Mai 1848.
Bernard Steinbüchel, Ehrendomherr, gest. 1845, Brustbild. Gez. nach einem Bilde v. Gottf. Weisenahl, v. E. Correns. rechts die Adresse des Druckers: Lith. v. C. W. Meissner in Bonn. Fol.
Everhard Bourel, Maler, (siehe Diesen.)

Sein eigenes Bildniß, ohne seinen Namen, wurde 1844 von E. Jenichen lythogra­phirt; er sitzt nach rechts gewendet, das Zeichnenheft auf dem Schooße und die Reißfeder in der Linken der übereinander gelegten Hände haltend; links steht: E. Jenichen fec. 44. Fol.

Johann Jakob Merlo: Nachrichten von dem Leben und Werken Kölnischer Künstler. Köln, 1850.


25-09-35 (Correns)