Münchener Politische Zeitung (20.12.1820) / t_331

Von den beyden Indianern, welche die Herrn Akademiker Spix und Martius aus Bra­silien hieher brachten, erzählt man, daß der Knabe die größte Abneigung gegen das Mädchen bezeige, weil er weiß, daß sie von dem Stamme der Wilden ist, wel­che seinen Vater im Kampfe getödtet und aufgezehrt haben.

Die Kälte bekommt beyden nicht gut; der Knabe wurde in den letzten Tagen von einer heftigen Brustentzündung befallen und schien fast verloren. Er befindet sich jezt, nachdem man ihn fünfmal zur Ader gelassen, etwas besser. Das Mädchen soll etwas den Husten haben und immer so nahe als möglich am Ofen verweilen, um sich hinlänglich zu wärmen Sie heißt Isabella und der Knabe Youry. Sie hat kürzlich die ersten Versuche im Nähen gemacht.

Münchener Politische Zeitung Nro. 301. Mittwoch, 20. Dezember 1820.


24-01-01/02 (Müller & Juri/Johannes & Miranha/Isabella)