Münchener Künstlerbilder (1871) / t_6

Albrecht Adam
Schlachtenmaler.

Albrecht Adam war am 16. April 1786 in der damaligen freien Reichsstadt Nördlin­gen im Ries geboren und starb am 28. August 1862, erreichte somit ein Alter von 76 Jahren 4 Monaten und 12 Tagen. Der Sohn eines Conditors ward er von seinem Vater zum gleichen Gewerbe bestimmt und erlernte dasselbe nicht blos, sondern übte es auch bis zum Jahre 1804 praktisch aus. Seine Jugend verlief wie die von hundert anderen Knaben ohne hervorragende Momente. Früh jedoch zeigte sich in dem lebhaften Kinde eine auffallende Neigung zum Zeichnen, die durch eine Sammlung von Kupferstichen, welche sich im Besitze seines Vaters befand, Nah­rung erhielt. Bald versuchte er sich mit wachsendem Glücke in der Nachbildung von Kunstwerken und Naturgegenständen und verkehrte viel und geme mit einem talentvollen Kunstfreunde und Dilettanten, Friedrich Wilhelm Doppelmayer, den wir später auch als einen warmen Freund Mich. Voltz’s, des Vaters des bekannten Idyl­lenmalers Friedr. Voltz, kennen lernen werden. Dieser Umgang trug nicht wenig dazu, bei, jene Neigung zu bestärken und ihn den rechten Weg zu seiner Ausbil­dung finden zu lassen. Bald genügte es ihm nicht mehr mit dem Stift zu arbeiten, er griff zum bildsamen Wachs und übte sich mit Eifer im Modelliren. Seine vorherr­schende Neigung trieb ihn zur Gestaltung von Thieren, namentlich von Pferden und er fand im schön besetzten Marstalle des Fürsten von Wallerstein, der damals meistentheils in Nördlingen lebte, die brauchbarsten Vorbilder zu seinen mit ju­gendlichem Eifer betriebenen Studien. So ward er sechszehn Jahre alt, ohne be­sondere Anleitung in der Kunst erhalten zu haben. Sie ward ihm nun durch die Güte des Fürsten, der es neben herzlicher Aufmunterung auch an Unterstützung nicht fehlen ließ. Nördlingen war der Ort nicht, an dem er künstlerische Ausbildung erlangen konnte. So ging er denn, aber immer noch seinem Gewerbe treu, gegen Anfang des Winters 1803 nach Nürnberg, wo er an den Director der dortigen Zeichnungsakademie, den wackeren Christoph Zwinger empfohlen war. Dieser und sein Sohn Gustav nahmen sich des Jünglings mit herzgewinnender Freundlichkeit an, und unter ihrem Beistände gab er die Konditorei gänzlich auf, indem er sich sei­nen Lebensunterhalt mit Formschneiden gewann. Bald verließ er auch diese Er­werbsweise, um als Portraitmaler zu arbeiten. Seine Mußestunden aber widmete er dem Studium der Antike und der Natur, wozu ihm als Schüler der Akademie Gele­genheit nicht fehlte.

Nach drei Jahren ging er auf Besuch seiner Eltern nach Nördlingen zurück, und ra­dirte dort sechs Blätter, Jagden und andere kleine Stücke, wobei er sich zum ersten Male in der Führung der Nadel übte. Im Winter desselben Jahres 1806 begab er sich nach Augsburg und lernte dort Ludwig Rugendas kennen, mit dem er bald eng befreundet ward. Während er dort wieder vom Portraitmalen lebte, ward er von Rugendas auf jenes Gebiet der Kunst geleitet, auf dem er sich später so viele Lor­beern holte: in Augsburg malte er seine ersten militärischen Gegenstände. Als bei­de im nächsten Jahre nach München gingen, ward Adam von den dortigen Kunst­schätzen so begeistert, daß er trotz aller Anhänglichkeit an seinen Freund sich so­fort entschloß, in München zu bleiben und daselbst seinen ständigen Wohnsitz auf­zuschlagen.

Damit begann ein neuer Lebensabschnitt für ihn. Bald fand er in der Person des k. Flügeladjutanten Grafen von Frohberg-Montjoie und des k. Oberstallmeisters Frei­herrn von Keßling einflußreiche Gönner. Der erstere eröffnete ihm ein ganz neues Gesichtsfeld, indem er ihn einlud, ihn auf dem Feldzuge von 1809 gegen Oester­reich zu begleiten. An des Grafen Seite wohnte der junge strebsame Mann den be­deutendsten Schlachten jenes Krieges bei und brachte, als er im Mai in Wien ein­traf, ein Portefeuille der interessantesten Studien mit. Wien war damals von den Franzosen besetzt, es war daher natürlich, daß Adam viel mit den französischen Of­fizieren verkehrte. Er ward von ihnen, die er theilweise auf den Schlachtfeldern ken­nen gelernt, viel zu neuem Schaffen aufgemuntert und selbst vielfach beschäf­tigt. Während seines Aufenthaltes in der schönen Kaiserstadt malte er so nament­lich viel Reiterportraits und kleinere Episoden aus jenen Kämpfen, und es gab kaum einen hervorragenden Offizier der französischen Armee, dessen Bekanntschaft er damals nicht machte.

Auch der Vicekönig Eugen von Italien suchte ihn in seiner Werkstätte auf und er­nannte ihn kurz darauf zu seinem Hofmaler, wobei ihm Offizierrang verliehen wur­de, um ihm den Verkehr in der Armee zu erleichtern. Als Eugen nach Mailand zu­rückkehrte, begleitete ihn Adam dorthin und von da an auf allen seinen Reisen und Feldzügen.

Im nächsten Jahre nach Rom beurlaubt, zwang ihn seine erschütterte Gesundheit, die ewige Stadt nach kurzer Zeit zu verlassen. Aber auch in Mailand konnte er nicht wieder genesen und kränkelte, so lange er italienische Luft athmete. Sein gnädiger Fürst entließ ihn, damit er in der Heimat seine Gesundheit wieder erhalte. Im Jahre 1811 kehrte der Künstler mit gestärkten Kräften nach Mailand zurück, wo ihm von der Vicekönigin der ehrenvolle Auftrag wurde, Episoden aus den Kriegen von 1809 in Wasserfarbe auszuführen. Er zog sich bald darauf an den Comersee zurück, wo er sich wohler fühlte und begann dort sein erstes großes Schlachtenbild »die Schlacht bei Leoben«, das er innerhalb Jahresfrist vollendete.

Im Jahre 1812 vermählte er sich, mußte jedoch kurz darauf seine junge Frau zu­rücklassen, um dem Vicekönig nach Rußland zu folgen, wohin des Imperators Be­fehl halb Europa trieb. Er ritt mit ihm in Moskau ein und sah die geopferte Stadt vierzehn Tage lang in Flammen stehen. Trotz aller Beschwerden und Mühen eines blutigen Feldzuges entwickelte Adam eine künstlerische Thätigkeit, welche seine Portefuilles täglich mehr und mehr füllte. Im französischen Hauptquartier glaubte man an einen längeren Kampf, und dies veranlaßte unsern Künstler seinen Fürsten um einen halbjährigen Urlaub anzugehen. Die Rückreise war nicht blos beschwer­lich, sondern im höchsten Grade gefährlich; mit genauer Noth nur entging Adam wiederholt der Gefangennehmung durch herumstreifende Kosaken. Nachdem er am 9ten September Moskau verlassen, gelangte er erst am 20. December nach München. An eine Rückkehr nach Rußland nach Ablauf des Urlaubs war nicht mehr zu denken. Die große Armee war zu einem Haufen kampfunfähiger, ausgehunger­ter Männer zusammengeschrumpft.

Adam ging deshalb sofort nach Mailand, wohin Eugen sich bereits gewendet, um sich zum neuen Kampfe gegen Oesterreich vorzubereiten. Als unser Künstler im Sommer des Jahres 1815 nach Deutschland zurückkehrte, erhielt er von seinem Fürsten, dem nunmehrigen Herzoge von Leuchtenberg den Auftrag zur Herstel­lung einer größeren Sammlung von Erinnerungsblättern an den letzten Feldzug, welche er auch bis zum Tode des Herzogs fortsetzte. Dieselbe zählt nicht weniger als 85 Blätter.

Aus dieser Zeit stammen auch seine großen Bilder: »die Schlachten von Raab«, »Mosaisk«, »Maloraslarez« und von »St. Michel«, welche in’s herzogliche Schloß zu Eichstädt kamen.

Auch der König Maximilian Josef von Bayern beehrte Adam mit mehreren bedeu­tenden Aufträgen und einverleibte Adam’s Bilder seiner trefflichen Gemäldesamm­lung im Schlosse Tegernsee, seinem Lieblingsaufenthalte. Desgleichen erwarb der Fürst Wrede mehrere werthvolle Arbeiten. Aber diese umfassende Thätigkeit ließ ihm noch Muße ein Werk unter dem Titel: »Voyage pittoresque militaire« in hun­dert lithografirten Blättern erscheinen zu lasten, welche er aus seinen mehr als 300 Studien und Skizzen aus dem russischen Feldzuge ausgewählt hatte.

Das Jahr 1829 führte ihn nach Stuttgart, woselbst er über ein Jahr verblieb und für den KönigWilhelm vonWürtemberg unter Anderem auch eine Reihe trefflicher Pfer­deportraits malte. Von dort besuchte er Norddeutschland, insbesondere Holstein und Mecklenburg und kehrte reich mit Studien versehen nach München zurück. Un­ter vielen bedeutenden Leistungen Adam’s aus jener Zeit ragt besonders seine »Schlacht an der Moskwa« hervor, welche er für den König Ludwig von Bayern mal­te, und die jetzt im Siegessaale der Saalbaus zu München sich befindet. Er vollen­dete das umfangreiche Bild im Herbste des Jahres 1835.

Daran reihte sich eine sehr umfassende Bestellung: Der Herzog Maximilian von Leuchtenberg veranlaßt den Künstler zu einem Cyklus von 16 größeren Schlachtbil­dern aus dem Leben seines Vaters Eugen, wobei die gewissenhaften Studien aus jener Zeit die besten Dienste thaten. Der Künstler hatte die Freude, sich seines Sohnes Franz, der sich gleichfalls der Kunst gewidmet hatte, hierbei als eines tüch­tigen Gehilfen bedienen zu können. Die höchst werthvolle Sammlung kam mit dem gesammten Mobiliar-Besitze der Leuchtenbergischen Familie später nach Peters­burg.

Obschon an Jahren schon vorgerückt, wurde er doch durch einen unwiderstehli­chen Drang nach neuen Schöpfungen im Gebiete der Schlachtenmalerei im Jahre 1848 nach der Lombardei geführt, welche die österreichischen Truppen eben wie­der besetzt hatten. So bewegte er sich denn nach 38 Jahren in der Villa reale zu Mailand, im Hauptquartiere Radetzky’s, in denselben Räumen, in welchen er einst mit seinem hohen Gönner, dem Vicekönige Eugen als ein junger Mann verkehrt hatte. Die schwarzgelbe Fahne Oesterreichs flatterte lustig und sieghaft, wo da­mals Frankreichs Adler geglänzt.

Der greise Feldherr nahm den Künstler auf das freundlichste auf. Die Beziehungen beider, welche man in der That freundschaftliche nennen darf, verschafften Adam eine Fülle von Material für seine Portefeuilles, und der betagte Künstler fühlte sich beim Schaffen wieder verjüngt. Mit reicher Ausbeute kehrte er im November des­selben Jahres nach München zurück mit dem festen Vorsatze, nachdem er einst durch äußere Verhältnisse gezwungen gewesen, so viel für die Verherrlichung fran­zösischer Waffen zu thun, von nun an nur noch deutsche Kriegsthaten darzustellen. Und er hielt treulich Wort. Noch zweimal kehrte er in die Lombardei zurück (1850 und 1852), und als Früchte dieser Reisen finden wir theils in der kaiserlichen Burg zu Wien, theils in der neuen Pinakothek zu München die trefflichen Bilder: »Radetz­ky, umgeben von seinem Generalstab«, »Julius, Graf von Clam-Gallas bei Custoz­za«, »die Schlachten von Novara« (zweimal gemalt), »Custozza«, und »Sta. Lucia«.

Ein weiterer Auftrag des Kaisers Franz Josef führte ihn im Jahre 1853 in Begleitung seines Sohnes Franz auf die Schlachtfelder von Raab, Temeswar, Comorn u. s. w., wo er mit unermüdlichem Eifer Studien zu den Bildern sammelte, in welchen er die dortigen Kämpfe meisterhaft schilderte. Diese Gemälde befinden sich sämmtlich im Besitze des Kaisers und gereichen seinen Sammlungen zur besonderen Zierde. Auch sein schönes Gemälde: »die Schlacht an den Düppeler Schanzen« in der neu­en Pinakothek zu München, fällt seiner Entstehungszeit nach in diese Periode.

Das umfangreiche Bild gewährt einen freien Ueberblick über die Höhen von Düp­pel und die Insel Alsen, während die Bayern und Sachsen mit den Dänen um den Besitz der ersteren ringen. Als König Ludwig I. den greisen Künstler mit dem be­züglichen Auftrag beehrte, war jener Theil unsres großen Vaterlandes wieder in den Händen der Dänen und Adam hätte wohl denselben nicht ausführen können, da es ihm an Terrainstudien fehlte, wenn ihm nicht Feodor Dietz seine während der Feldzüge in Schleswig-Holstein gezeichneten Skizzen mit liebenswürdiger Bereit­willigkeit zur Verfügung gestellt hätte.

Im Jahre 1860 malte Adam den »Marsch der italienisch-französischen Armee durch Rußland im August 1812« und im Jahre 1861 den »Uebergang der Franzosen über die Volp.« Seinem Vorsatz getreu mit seinem Pinsel nichts mehr zur Verherrlichung fremder Waffen beizutragen, schloß der greise Künstler jene Thätigkeit mit einem Gemälde, welches den entscheidenden Moment der »Schlacht von Zorndorf« be­handelt. Es war zugleich das größte, das er je gemalt, 20 Fuß lang bei entsprechen­der Höhe, ohne Zweifel ein doppelt bedeutendes Unternehmen für einen Mann von 74 Jahren. Der König Maximilian II. hatte ihm den Auftrag hierzu ertheilt und das Bild für das noch im Bau begriffene Maximilianeum bestimmt. Adam ging mit dem Feuereifer eines Jünglings der zum erstenmale die Arena betritt an’s Werk und vollendete dasselbe ehe noch zwei Jahre abgelaufen waren. Es war als ob er fürchtete seine Kräfte könnten noch vor der Vollendung erlahmen. War auch sein Geist noch jugendfrisch, körperlich fühlte er sich müd‘ und müder und als er um Beginn des Jahres 1862 Pinsel und Palette niederlegte, da war es seinen Freunden klar, daß der liebenswürdige Künstler sich nun zur Ruhe begeben müsse. Die un­getheilte Anerkennung seiner Kunstgenossen und aller Kenner lohnte sein letztes Werk wie kaum in so hohem Grade ein früheres. Er brachte in diesem Bilde nicht eine Episode der Schlacht, sondern eine ungemein übersichtliche Darstellung der Schlacht selber. Während im Hintergründe die preußische Infanterie sich in Unord­nung zurückzieht, brausen vorn die Reiter Seydlitzens wie ein verheerendes Don­nerwetter in die russischen Reihen, die vor dem ungeheuren Stoß zerstieben. Rechts im Mittelgründe hält der große König mit seinem Stabe und beobachtet die Wirkung des Anpralles, der die Schlacht entscheiden soll. Sind auch die Figuren des Vordergrundes nur von mäßiger Höhe, so hat der greise Künstler doch jede derselben mit der rühmenswerthesten Schärfe charakterisirt und die einzelnen Gruppen, in die sich die Gesammtaction auflöst, mit größter Geschicklichkeit mit einander verbunden und so ein einheitliches Ganze von überraschender Wirkung geschaffen.

Seit mehreren Monaten fesselte ihn ein schmerzliches Leiden an sein Zimmer, und vierzehn Tage vor seinem Tode sprach er zum letztenmale seine Gattin, die ihrer­seits durch eine lang andauernde Krankheit im andern Flügel des Hauses ans Bett gebunden war. Er der auf hundert Schlachtfeldern dem Tod in allen Gestalten be­gegnet war, sah ihn mit der Ruhe des Weisen herankommen. Als ein Moment das Todesröcheln aufhörte, ermahnte er seine an seinem Lager sitzenden Töchter, die in Thränen zerflossen, mit freundlichen Trostworten, indem er beifügte es wäre bald vorüber. Groß, wie er gelebt, ging er denn auch am 28. August 1862 Abends 5 Uhr hinüber. Drei Tage vorher hatte er noch lebhaft bedauert, der Enthüllung des Ludwigsmonumentes nicht beiwohnen zu können und forderte seine Söhne, die nicht von dem Kranken weichen wollten, dringend auf, seinem hohen Gönner ihre Huldigung darzubringen. Kurz vor seinem Tode noch sorgte er dafür, daß sein Tod sofort dem in der Pfalz abwesenden Könige Ludwig angezeigt würde, der ihm be­sonders gnädig gewogen war.

So starb Albrecht Adam, ein ausgezeichneter Künstler, ein untadelhafter Charakter, ein guter Patriot, ein treuer Freund, thätig bis zum letzten Augenblicke, ein echter Priester seiner Kunst, umgeben von seinen Kindern und Enkeln.

Seine Brust schmückte der bayerische Maximiliansorden, für Kunst und Wissen­schaft, der bayerische Verdienstorden vom H. Michael, der österreichische Franz-Josef-Orden und der preußische rothe Adlerorden dritter Classe. Er war Mitglied der bayerschen Akademie der bildenden Künste und kgl. bayerscher Hofmaler.

Die Kunst fand zu allen Zeiten eifrige Pflege in seinem Hause. Wie einst sein Bruder Heinrich seinem Beispiele gefolgt, so thaten es später seine Söhne, Benno, Franz, Eugen und Julius; alle folgten dem Beruf des Vaters und erfreuten sich bereits seit längerer Zeit, der erste als Thiermaler, der zweite als Schlachten- und Pferdemaler, der dritte im Genre und ganz besonders im Gebiete militärischer Malerei, der letz­te als tüchtiger Lithograf einer hervorragenden Stellung unter den Künstlern der Gegenwart.

Der Lorbeerkranz, den der badensche Hofmaler Theodor Dietz, sein Kunstgenosse im engem Sinne des Wortes, auf seinen Sarg niederlegte, wurde nie einem Würdi­geren gewidmet.

Aus allen Arbeiten Albrecht Adam’s leuchtet ein tiefeingehendes, praktisches Ver­ständniß des Dargestellten hervor. Alles ist bis in’s kleinste Detail gewissenhaft, ge­nau, nirgend die Wahrheit dem Effecte geopfert. Jedes seiner Bilder erscheint als ein Stück Leben; nichts ist unbedeutend und zufällig, der Eindruck der Wirklichkeit überall schlagend. Seine Episoden wußte er mit staunenswerther Geschicklichkeit dem Ganzen unterzuordnen und durch jede wieder den Beschauer zu fesseln und mit in die Situation zu versetzen.

Carl Albert Regnet: Münchener Künstlerbilder II. Leipzig, 1871.


27-01-25 (Adam)