Münchener Bote für Stadt und Land (21.8.1867) / t_1194

Wie wir bereits früher mittheilten, hat ein Münchener Bürger und Kunstfreund, Hr. Cafetier Riederer, von dem wir schon mehrere sehr gelungene Bildhauer-Arbeiten sahen, von württembergischer Seite den Auftrag erhalten, für die im vorjährigen Jahre gefallenen württembergischen Krieger ein Denkmal anzufertigen, das in Ell­wangen errichtet werden soll. Herr Riederer hat nun das Modell in einem Saale der Schrannenhalle vollendet. Ein sterbender Soldat (in Lebensgröße ausgeführt) liegt an einem zerschossenen Schanzkorb, seine Fahne noch krampfhaft haltend. Die Er­findung ist ebenso sinnig, wie die Plastik gelungen. Hr. Riederer, von Ellwangen ge­bürtig, beansprucht für seine künstlerische Leistung kein Honorar. Das Denkmal wird in der Hörner’schen Anstalt dahier in Erz gegossen werden.

Münchener Bote für Stadt und Land No. 198. Mittwoch, den 21. August 1867.


16-13-18 (Hall & Riederer)