Landshuter Zeitung (17.2.1852) / t_1757

München, 14. Febr. Heute Nachmittag nach 3 Uhr fand die Beerdigung des durch Mörderhand gefallenen Ludwig Reeb statt. Den mit vielen Kränzen gezierten Sarg des Verblichenen trugen sechs seiner Freunde, sechs weitere Freunde, diese bren­nende Wachslichter tragend, begleiteten denselben zur Grabesstätte. Theilneh­mende Freunde und Bekannte folgten dem Sarge in langem Zuge. Nach vollzoge­ner kirchlicher Einsegnung der eingesenkten Leiche hielt der funktionirende Herr Cooperator Krüll die Grabrede, in welcher derselbe mit tiefergreifenden Worten das kurze Leben und traurige Ende des Verlebten schilderte. Wie vorauszusehen, hatte sich zu dieser Trauerfeier eine äußerst zahlreiche Volksmenge auf dem Lei­chenacker eingefunden. König Max hat der Mutter des Unglücklichen, einer armen Wittwe mit 3 Töchtern, seine Theilnahme und Unterstützung zusichern lassen.

Landshuter Zeitung Nr. 41. Dienstag, 17. Februar 1852.


11-09-56* (Reeb)