Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne (1903) / t_662

Aus der Ehe mit Constanze Le Gaye stammten zwei Söhne: Felix Dahn, der be­rühmte Gelehrte und Schriftsteller, den alle Welt als Dichter kennt und verehrt und Ludwig Dahn, geboren in München am 12. März 1843, der sich als Schauspieler ei­nen guten Namen machte, von seiner Mutter und Sofie Schröder für die Bühne aus­gebildet. Er war in Weimar 1860 bis 1864, am Berliner Hoftheater 1865–1873 (Antrittsrollen »Leopold« in »Anna Liese«, »Lionel« in »Die Jungfrau von Or­leans« und »Bugslaff« in »Hans Lange«), in St. Petersburg 1874–1877 (Antrittsrollen »Gringoire«, »Uriel Aeosta«, »Beaumarchais« und »Mortimer«) und nahm 1878 En­gagement am Münchener Hoftheater, wo er sich jedoch infolge einer schlimmen Halskrankheit, die die Schönheit und Kraft seiner Stimme zerstörte, mit einer Stel­lung zweiten Ranges begnügen mußte. Er wirkte daselbst bis zu seinem Tod (20. Oktober 1898).

Ludwig Eisenberg’s Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert; Ver­lagsbuchhandlung Paul List; Leipzig, 1903.


MR-SP-1-21 (Dahn & Le Gaye)