Geschichte der deutschen Literatur (1872) / t_671

Sebastian Franz Daxenberger, geb am 3. Okt. 1809 zu München, studierte da­selbst, dann in Berlin und Göttingen die Rechte, trat hierauf in den Staatsdienst, wo er sich schneller Beförderung erfreute und seit mehrern Jahren zum Staatsrath ernannt wurde. Unter dem Ramen Karl Fernau gab er »Mythische Gedichte« (Mün­chen 1835) heraus, in denen er antike Sagen mit Geist und in geschmackvoller Dar­stellung behandelt; ferner »Blätter aus dem Leben eines Dichters« (Ebd. 1838), ge­lungene Liebeslieder und »Gedichte« (Regensb. 1845) mit guten Balladen und Le­genden.

Heinrich Kurz: Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller. Leipzig, 1872.


01-01-08/09* (Daxenberger)