Die Frauen (1858) / t_1576

Nanette Schechner-Waagen, geb. 1808 in München von armen Eltern, trat schon früh als Choristin zur italienischen Oper. Grassini bemerkte bald die vortreffliche Stimme Nanettens und nahm sie in seine Gesangschule auf. Königin Caroline sorg­te, als ein günstiger Erfolg sich zeigte, für weitere Unterstützung des sich entwickelnden Talents. Nanette ging dann nach Wien und sang 1827 in Berlin mit gro­ßem Beifall die Emmeline. Sie kehrte dann nach München zurück. Eine zweite Kunstreise unternahm sie 1829, wo sie abermals in Berlin sang. Sie heirathete 1832 den Lithographen Waagen. Bald darauf verlor sie durch Krankheit ihre Stimme und trat 1835 ganz aus dem öffentlichen Leben zurück.

Dr. Gustav Klemm: Die Frauen. Culturgeschichtliche Schilderungen des Zustandes und Einflusses der Frauen in den verschiedenen Zonen und Zeitaltern. Dresden, 1858.


33-07-34 (Schechner-Waagen & Waagen)