Deutsches Dichter-Lexikon (1877) / t_1399

Westenrieder, Lorenz von, wurde am 1. August 1748 zu München geboren, studier­te daselbst und trat dann in den Jesuitenorden. Nach dessen Aufhebung wurde er 1773 Professor der Dichtkunst in Landshut, 1774 Professor der Rhetorik in Mün­chen, 1776 Censurrath, 1786 geistlicher Rath und Lokalschulkommissär, 1799 Direk­tor der Bücher-Kommission, 1800 Domkapitular, Scholastikus und Hofkaplan, 1808 Direktor der Akademie und 1813 in den Adelsstand erhoben. Er starb am 15. März 1829. Im Jahre 1854 ließ ihm König Ludwig auf dem Promenadenplatz in München ein von Widmann verfertigtes Erzstandbild setzen.

Dichtungen: Die zwei Kandidaten. Lustsp. in 3 A. München 1774. – Mark Aurel. His­tor. Drama in 5 A. Ebd. 1776. – Leben des guten Jünglings Engelhof Roman; II. Ebd. 1781-82. – Sämtliche Werke; XXIX. Kempten 1831 bis 1835, herausgeg. von E. Gro­ße. Neue Ausg. X. Ebd. 188l-38.

Franz Brümmer: Deutsches Dichter-Lexikon. Biographische und bibliographische Mittheilungen über deutsche Dichter aller Zeiten. Unter besonderer Berücksichtigung der Gegenwart. Zweiter Band. Eichstätt & Stuttgart, 1877.


AA-92 (Westenrieder)