Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_987

Kotsch Theodor, 1818 (Hannover) – 1884, Landschaftsmaler; er hatte sich am Poly­technikum zu Hannover als Zeichner vorgebildet, war aber im übrigen Autodidakt, als er 1819 zu A. Zimmermann nach München kam; K. ist einer der ersten Münch­ner Landschafter, die in Oberbayern Studien machten (er hielt sich meistens in Eberfing bei Weilheim auf und lieferte Waldlandschaften in Morgen- und Abend­stimmung; nach seinem Erfolg mit einem »Abend in Südtirol« kehrte K. nach Han­nover zurück; 1855 übersiedelte er nach Karlsruhe; aus dieser Zeit stammen Regen­stein im Harz, Klostergarten in Maulbronn; 1870 kam K. wieder nach München, wo er Stimmungslandschaften mit oberbayerischen Seen, Waldwege und Baumgrup­pen malte; er ist ein typischer Vertreter der besten Münchner Landschaftsmalerei um 1870, besonders seine Zeichnungen erweisen seine Fähigkeit zu romantisch be­wegter Darstellung.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


27-03-21 (Kotsch)