Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_978

Kobell Franz, 1749 (Mannheim) – 1822, Hofmaler, Zeichner und Radierer; Bruder des Ferdinand K., wirkte er zunächst in Mainz als Kaufmann, wandte er sich aber dann wie sein Bruder der Malerei zu, indem er, von seinem Bruder gefördert, auf der Mannheimer und Münchner Kunstakademie studierte; mit einem kurfürstlichen Stipendium ausgestattet, weilte K. von 1776-1785 in Italien, wo er sich als Land­schafter und Architekturzeichner betätigte; nach München zurückgekehrt, war er seit 1785 Hofmaler; K. hat wenig gemalt, lieferte aber gegen 20000 landschaftliche und architektonische Federzeichnungen und Radierungen; er war nach einem Urteil Goethes einer der ersten deutschen Landschafter der achtziger Jahre.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-216 (Kobell & Urlaub)