Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_975

Klotz Simon Petrus, 1776 (Mannheim) – 1824, Maler Lithograph und Universitäts­professor; er bildete sich bei seinem Vater Matthias K. und dem älteren Dorner in München, dann in Wien, Dresden, Berlin, Kopenhagen und Rom aus; von 1804-1807 war er Königlicher Professor der Theorie der bildenden Künste an der Univer­sität Landshut, trat aber dann wegen Krankheit zurück.

Hauptwerke: Fresken mit Darstellungen aus der Amor- und Psyche-Mythe im ehe­maligen Sommerschloß Karl Theodors in Berg am Laim, an der Decke des Treppen­hauses des königlichen Münzgebäudes; seine Ölgemälde, um 1810 entstanden, sind auf der Heinemann-Ausstellung 1920 erst aus dem Privatbesitz bekannt ge­worden; sie zeigen K. als den einzigen echten Klassizisten romantischer Prägung, der aus der Münchner Schule kam; er hat sich auch als Lithograph betätigt (Die Nacht, Die Mutter der Gracchen, Penelope).

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


15-13-50 (Klotz)