Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_971

Klenze Leo, von, Ritter, 1784 (Bockenem bei Hildesheim) – 1864, Baukünstler, Hof­bauintendant, Oberbaurat, Kämmerer, Geheimrat und Vorstand der Obersten Bau­behörde im Innenministerium; K., der in Braunschweig und Berlin, wo er mit Schin­kel bekannt wurde, studierte, machte eingehende archäologische Studien in Grie­chenland und war Hofarchitekt des Königs Jéróme von Westfalen in Kassel; durch Vermittlung des Kronprinzen Ludwig wurde er 1815 nach München berufen; er wirkte hauptsächlich im klassizistischen Stil.

Hauptwerke: Glyptothek, Hofgartenarkaden, ehemaliges Kriegsministerium, Ode­on, Leuchtenberg-Palais, Alte Pinakothek, Neue Residenz und Saalbau, Allerheili­gen-Hofkirche, Herzog-Max-Palais, Schloß Biederstein, Obelisk, Neue Hauptpost (nördlicher Teil), Ruhmeshalle, Propyläen, Monopteros in München, Walhalla bei Re­gensburg, Eremitage, Zarenpalast und St. Isaakskirche in St. Petersburg (= Lenin­grad) und Bauten in Athen.
Literarische Werke: Über das Hinwegnehmen plastischer Kunstwerke aus Griechen­land, Reisen in Italien, Die Walhalla in artistischer und technischer Beziehung, Das kaiserliche Museum der schönen Künste in St. Petersburg, Die schönsten Über­bleibsel der griechischen Ornamentik, Das deutsche Befreiungsdenkmal; K. zählt zu den berühmtesten Baumeistern des 19. Jahrhunderts und Münchens überhaupt.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


NA-171 (Courten & Klenze & Otting-Fünfstetten & Pütz)