Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_961

Kirchmayer (Kirchmaier) Friedrich, 1813 (München) – 1871, Hofbildhauer; K. erhielt seine erste Anleitung bei seinem Vater Josef K., besuchte die Münchner Akademie und arbeitete unter L. M. von Schwanthaler, 1839 ging er nach St. Petersburg (= Leningrad), um unter Le Maire die Statuen des Giebelfelds für die Isaakkirche aus­zuführen, weilte 1842-1844 in Rom und Neapel und ließ sich dann bleibend in Mün­chen nieder.

Hauptwerke: Reliefs »David und Abigail« und »Kaiser Max auf der Martinswand«, Gruppe einer Bacchantin mit einer jungen Frau, zahlreiche Statuen für das alte Bayerische National-(heute Völkerkunde-)Museum an der Maximilianstraße (sitzen­de allegorische Kolossalfiguren auf der Stirnseite der Fassade), viele Einzelstatuen aus der klassischen Mythe und dem modernen Genre (Heimkehrender Odysseus, Knabe mit dem Fisch, Genien für Garten- und Brunnenschmuck) sowie Madonnen und Heiligenfiguren.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-290 (Kirchmayer & Seibold)