Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_933

Hübner Lorenz, Dr. theol., 1753 (Donauwörth/Schw.) – 1807, katholischer Geistli­cher und Publizist; ursprünglich Jesuit, studierte er in Ingolstadt, lehrte zuerst in Burghausen und übernahm 1779 die Schriftleitung der »Münchener Staatszeitung«, daneben gab er die »Münchener Gelehrtenbeiträge« heraus, leitete seit 1784 in Salzburg die »Oberteutsche Staatszeitung« und seit 1791 das »Räsonnierende Ma­gazin des Wichtigsten aus der Zeitgeschichte«; 1799 ließ sich H. als Publizist in München nieder, er war auch als Topograph und Dramatiker bedeutend.

Hauptwerke: Semiramis (Schauspiel), Hainz von Stein (Drama), Beschreibung der kurbaierischen Haupt- und Residenzstadt München und ihrer Umgebungen usw.« 2 Bde., Beschreibung der Haupt- und Residenzstadt Salzburg, 2 Bde., Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstentums Salzburg, 3 Bde.; »Der geistliche Rat H. eifer­te gegen den Obskurantismus, gegen das Mönchtum, gegen Aberglauben, gegen Kapellenbau, gegen die Schaustellungen in der Karwoche, gegen die kostspieligen Totensuppen« auf dem Lande, gegen die neueste Judenverfolgung zur Schande der Menschheit’, kurz, machte Propaganda für die aufgeklärte Staatsverwaltung Montgelas’« (Doeberl).

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


SK-N-5* (Hübner)