Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_929

Holland Hyazinth, Dr. phil., 1829 (München) – 1918, Institutsprofessor, Literatur- und Kunsthistoriker; Neffe des Pädagogen Benedikt von H., studierte er in München und Würzburg Philosophie, vor allem Literatur- und Kunstgeschichte (1847/51) und wurde dann Lehrer für Geschichte, Kunst und Literatur am Ascherschen Institut und am Max-Joseph-Stift, Erzieher auch im Haus Arco und Lehrer der bayerischen Prin­zessinnen Therese, Adelgunde, Maria und Mathilde; das eigentliche Feld seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Biographie, er gilt als der berufene Nekrologe der Münchner Kunst, der feinsinnige Würdiger der künstlerischen Schöpfungen ei­nes Grafen von Pocci, Lebscée, Ludwig Richter, Schwind, Spitzweg u. a.; H. war mit fast allen Größen Münchens befreundet, seine Erscheinung zählt zu den beliebtes­ten Vertretern des von Karl Trautmann beschriebenen »Altmünchen«; Dr. A. Dreyer hat er als 90jähriger seine reichen Erlebnisse diktiert: »Lebenserinnerungen eines 90jährigen Altmünchners.«

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


12-01-09 (Holland)