Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_919

Hiltensperger Johann Georg, 1806 (Haldenwang, Lkr. Kempten/Schwaben) – 1890, Historienmaler und Akademieprofessor; den ersten Zeichenunterricht erhielt H. in Kempten, 1820 trat er in die Münchner Kunstakademie als Schüler von Langers ein und arbeitete, nachdem er noch von Cornelius Schüler in Düsseldorf gewesen, an den Malereien in der Glyptothek und in der Loggia der Pinakothek nach dessen Skizzen; zwecks Dekorierung des Königsbaus schickte ihn Ludwig I. nach Pompeji; nach seiner Italienreise vollendete H. den Zyklus aus der Odyssee in acht Sälen die­ses Baues, er erhielt auch den Auftrag zur Verzierung der Loggia in der Eremitage zu St. Petersburg (= Leningrad) mit Bildern aus der Geschichte der griechischen Malerei (84 Gemälde); seine Bilder sind historischen und religiösen Inhalts.

Hauptwerke: 14 Darstellungen aus der Passion Christi für eine katholische Kirche in Rotterdam; Bilder im Maximilianeum, Giebelfelder des Hoftheaters, Gruppe der Rossebändiger in der Loggia der Münchner Hauptpost; H. gilt als vorzüglicher Ko­lorist.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


15-13-17 (Hiltensperger)