Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_916

Hess Peter, von, 1792 (Düsseldorf) – 1871, Schlachten- und Genremaler; Sohn des Karl Ernst Christoph H., bildete er sich in Düsseldorf und München bei seinem Va­ter und dem Pferdemaler Albrecht Adam künstlerisch aus, machte im bayerischen Generalstab des Fürsten von Wrede die Kriege von 1813-1815 mit, besuchte 1818 Italien, 1833 im Gefolge König Ottos Griechenland und 1839 im Auftrag des Zaren Nikolaus I. die russischen Kampffelder von 1812; stark von den Niederländern be­einflußt, war H. der bedeutendste Realist der sogenannten Münchner Schule; ver­schiedene seiner Gemälde befinden sich in hervorragenden Galerien und Museen, z. B. »Marketender« in der Berliner Nationalgalerie, Fresken aus dem griechischen Freiheitskampf besaß die Neue Pinakothek in München, Darstellungen von 1812 waren im Winter-Palais von St. Petersburg (= Leningrad), die Schlacht bei Leipzig im Münchner Maximilianeum; H. zeichnete sich auch durch großartige Genrebilder aus (Vor einer italienischen Locanda, St. Leonhards-Fest in Bayern).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


13-01-51 (Hess & Kurz)