Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_882

Hefner-Alteneck Jakob Heinrich, Dr. phil., von, 1822 (Aschaffenburg) – 1903, Kunst- und Kulturhistoriker, Professor, Generalkonservator und Direktor des Bayerischen Nationalmuseums; er erhielt eine wesentlich künstlerische Erziehung und studierte Kunstgeschichte, besonders des Mittelalters; 1835 wurde er Professor der Zeichnungskunde, 1853 Konservator der vereinigten Kunstsammlungen zu München und 1868 Generalkonservator der Kunstdenkmale Bayerns und Direktor des Bayerischen Nationalmuseums; H., auch Mitglied der BAkdW, hat sich vor allem um die Erforschung des mittelalterlichen Handwerks- und Kostümwesens und um die Entwicklung des Bayerischen Nationalmuseums verdient gemacht.

Hauptwerke: Beitrag zur Geschichte der deutschen Goldschmiedekunst, besonders während des 16. Jahrhunderts, Trachten des christlichen Mittelalters (3 Bde.), Kunstwerke und Gerätschaften des Mittelalters und der Renaissance, Die Burg Tan­nenberg und ihre Ausgrabungen, Hans Burgkmaiers Tournierbuch, Eisenwerke und Ornamente der Schmiedekunst des Mittelalters und der Renaissance, Lebenserin­nerungen; sein Sohn Friedrich von H.-A., 1845-1904, gest. zu Biesdorf bei Berlin, erfand den Trommelanker für dynamoelektrische Maschinen, die Differentiallampe und machte sich durch Angabe der ersten praktischen Lichteinheit (Hefner-Kerze) verdient.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


38-13-02/03 (Hefner-Alteneck)