Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_871

Hauber Johann Michael, 1778 (Irsee/Schwaben) – 1843, katholischer Theologe und Hofkapelldirektor; nach seinen Studien zu Freising und Verwendung in der Seelsor­ge in der Au bei München war H. seit 1819 Hofkaplan, später Hofprediger, seit 1843 war er Stiftspropst bei St. Kajetan und Hofkapelldirektor; H. ist bekannt als Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften, die von anderen Herausgebern später vielfach als Quelle benützt wurden, und als namhafter Musikkenner; er unterstützte die Bestrebung K. Etts zur Wiederbelebung der klassischen Vokalpolyphonie in der Kirchenmusik und sammelte einen ansehnlichen Schatz historischer Musikhand­schriften; auch an der Einführung der Barmherzigen Schwestern in München und Bayern, deren erster Superior er wurde, war H. beteiligt.

Hauptwerke: Kleines Gebetbuch für Katholische Christen, Vollständiges Gebet­buch, Vollständiges Lexikon für Prediger und Katecheten, 5 Bde., Der musikalische Jugendfreund.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


ML-341 (Hauber)