Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_850

Haid Herenäus, 1784 (Geisenfeld/Obb.) – 1873, katholischer Priester und Schrift­steller; nach vielen Entbehrungen wurde H. 1807 Priester; er stand sehr unter dem Einfluß und in der Gunst des Bischofs Johann Michael Sailer von Regensburg, auf dessen Empfehlung er 1813 Professor in St. Gallen und 1818 Domprediger in Mün­chen wurde, 1824 kam er unfreiwillig als Pfarrer nach Pondorf, 1825/27 war er Be­nefiziat in Jetzendorf; seit 1827 wirkte H. als Dombenefiziat in München und betä­tigte sich als Prediger, Katechet, Beichtvater und Schriftsteller unermüdlich; er be­gründete die christliche Feiertagsschule an der Münchner Frauenkirche, seine volkstümlichen Sonntagspredigten erschienen als »Die gesamte katholische Lehre« (7 Bde.), außerdem machte er sich durch eine Neuausgabe und Übersetzung der Werke des hl. Petrus Canisius verdient; H. wird der »Sailer Münchens« bezeichnet.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


AA-71 (Haid)