Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_837

Goeschl Heinrich, 1839 (München) – 1896, Bildhauer; humanistisch vorgebildet, stu­dierte G. an der Münchner Kunstakademie bei M. von Widnmann, bei einem Studienaufenthalt in Rom modellierte er 1870 eine Madonna in Frührenaissance des Luca della Robbia (1399–1492), die Aufsehen erregte; nach München heimgekehrt, schuf G. auf dem Gebiet der Kleinplastik eine Reihe kleiner, fein durchgebildeter Statuetten, die in durchdachter Linienführung und wunderbar–minutiöser Ausbil­dung allein schon genügten, Gs. Namen zu würdigen; G. war sehr bescheiden und wohltätig, sein Testament enthielt nur wohl­tätige Bestimmungen; der Künstler ist in geistiger Umnachtung gestorben.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


13-02-04 (Goeschl)