Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_831

Giehrl Emmy, geb. Aschenbrenner, 1837 (Regensburg) – 1915, Bezirksamts-Asses­sorswitwe und Schriftstellerin; sie ist eine Tochter des – ebenfalls hier bestatteten – Finanzministers Dr. Josef Aschenbrenner, 1798 (Neumarkt a. d. Rott/Obb.) – 1858 (s. Schä: Nr. 3!); hervorragende Lehrer und Professoren unterrichteten sie zu Hause; nach 18jähriger Ehe schrieb sie, über ein halbes Jahrhundert durch ein Rücken­marksleiden ans Krankenbett gebunden, zahlreiche fesselnde, ethisch-religiöse, da­bei aber nicht einseitigkatholische, Jugendschriften; trotz ihrer schweren Leiden hatte sie wärmste Liebe zur Jugend bewahrt; sie wurde deshalb »Tante Emmy« ge­nannt.

Hauptwerke: Neue Märchen, Kinderbüchl, Meister Fridolin, Erinnerungen an We­ber, Bilderbuch für brave kleine Kinder, Kreuzesblüten, Erinnerungen an meine Kindheit, Der Kreuzweg auf dem Krankenbett, Büchl für Erstkommunikanten, Zum fünfzigsten Jahrestag meiner Krankheit, Allgemeine Sammlung der sämtlichen Ju­gend- und Volksschriften der Tante Emmy; Gs. Jugendschriften werden heute noch gern gelesen.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


04-01-45 (Aschenbrenner & Giehrl)