Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_8

Adam Albrecht, 1786 (Nördlingen) – 1862, Tier- und Schlachtenmaler; er war ur­sprünglich Konditor und machte als Stallmeister den Feldzug von 1809, als Hofma­ler des Herzogs von Leuchtenberg den von 1812 in Rußland und 1848/49 den italienischen unter Radetzky mit; für Ludwig I. arbeitete A. u. a. an der Ausschmü­ckung des Festsaalbaues der Münchner Residenz; er hat besonders das Pferdele­ben studiert; in diesem Genre war er zweifelsohne der bedeutendste Maler seiner Zeit; weit verbreitet und berühmt waren seine Pferdeporträts, weshalb dieser Al­brecht zum Unterschied von den anderen als der Pferdemaler bezeichnet wird; mit der bayerischen Armee stand er durch seine Schlachtenbilder in enger Beziehung.

Hauptwerke: Pferde- und Schlachtenbilder im Tegernseer Schloß, in der Bayeri­schen Staatsgemäldesammlung, in St. Petersburg (= Leningrad), Wien, Mecklen­burg und Holstein, lithographisches Prachtwerk über Rußland (Voyage pitt. usw.); A. hat auch eine Selbstbiographie verfaßt.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


27-01-25 (Adam)