Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_781

Fischer Josef Anton, 1814 (Oberstdorf/Allgäu) – 1859, Historien- und Kirchenmaler; er war ein Hirtenbub, ehe er sich der Zeichnungsschule des alten Schraudolph in seiner Heimat zuwendete und dann bei J. Schlotthauer) in München sich zum Maler ersten Ranges ausbilden ließ; F. gehörte zur »Künstlergesellschaft zu den drei Schil­den« (mit Schwanthaler, Ohlmüller, Schlotthauer, Graf von Pocci, den Brüdern Schraudolph, Brentano und Görres); 1832 war F. in Italien, um alte Meister zu ko­pieren, dort begeisterte er sich besonders an den Präraffaeliten und schloß sich den Nazarenern unter Overbeck an; unter P. von Hess malte F. die Maria-Hilf-Kirche in München-Au aus (Kreuztragung und Grablegung, Maria an der Goldenen Pforte, Mariae Geburt, Vermählung, Englischer Gruß, Anbetung der Weisen, Darstellung im Tempel und Flucht nach Ägypten); er malte ausschließlich religiöse Bilder, die viele heimatliche Kirchen und die Bayerische Staatsgemäldesammlung besitzen, so­wie Kartons zu Glasgemälden im Kölner Dom und in der Maria-Hilf-Pfarrkirche in München-Au.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


14-02-28 (Fischer)