Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_761

Fallmerayer Jakob Philipp, Dr. phil., 1790 (Tschötsch bei Brixen/Südtirol) – 1861, Historiker, Publizist und Universitätsprofessor, ursprünglich Brixener Domschüler und Theologiestudent zu Salzburg, sattelte F. zur philosophischen Fakultät (in Landshut) um und machte 1813 als bayerischer Leutnant die Befreiungskriege mit; erste Anerkennung fand der Landshuter Lyzealprofessor durch seine Geschichte des kaiserlichen Trapezunt; in der Folge bereiste F. wiederholt den Orient, Frank­reich, Holland, Italien und Griechenland, war 1848 Mitglied des Frankfurter Parla­ments, der BAkdW, vorübergehend auch als Nachfolger J. von Görres Geschichts­professor in München; er war ein hervorragender Länder- und Kulturschilderer, so­wie ein feiner Stilist (bekannt als »Fragmentist«) und regelmäßiger Berichterstatter der »Allgemeinen Zeitung«.

Hauptwerke: Abhandlung über die Entstehung der Neugriechen, Fragmente aus dem Orient (2 Bde.), Gesammelte Werke, herausgegeben von G. M. Thomas (3 Bde.), 1861, Schriften, herausgegeben von H. Heigl und E. Molden (2 Bde.), 1913, Fragmentistenbriefe, mitgeteilt von F. Babinger, 1925.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


16-11-02 (Fallmerayer)