Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_732

Eberhard Konrad, 1768 (Hindelang/Allgäu) – 1859, Bildhauer und Akademieprofes­sor; Sohn und Schüler eines Bildschnitzers, studierte E. in München bei R. A. Boos, kam 1806 mit Hilfe des nachmaligen Königs Ludwigs I. von Bayern nach Rom, wo er sich als Nazarener dem Kreis Overbecks anschloß; seit 1819 Akademieprofessor, weilte er von 1824/26 nochmals in Italien, blieb aber dann dauernd in München; in späteren Jahren widmete sich E. ausschließlich der religiösen Kunst, vielfach von seinem Bruder Franz E. (1767-1836) unterstützt; sein bedeutendstes plastisches Werk ist das Grabmal der frühverstorbenen Prinzessin Karoline von Bayern in der Münchner Theatinerkirche.

Andere Werke: Büsten in der Walhalla bei Regensburg und die Grabmonumente für die Bischöfe Sailer und Wittmann im Dom zu Regensburg; auch viele Altarfiguren stammen aus seiner Meisterhand.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


11-01-32 (Eberhard)