Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_720

Dorner Johann Jakob (der Jüngere), 1775 (München) – 1852, Galerieinspektor, Landschaftsmaler, Zeichner und Lithograph; Sohn des gleichnamigen Hofmalers und Galeriedirektors, radierte er schon 1790, unternahm eine Studienreise nach Wien, Paris und anderen Großstädten und wurde 1793 Restaurator (seit 1808 In­spektor) der Hofgalerie in München; seine ersten größeren Werke sind Ansichten von München und Landshut; D. ist Realist und beherrscht die Farbe, er ist Maler des Waldes, der Wasserfälle, des imposanten Gebirgs; viele oberbayerische Alpen­landschaften mit Stegen, Almhütten, Wasserfällen, Bergkuppeln, Steinbrüchen, Isarpartien mit dramatisch bewölktem Himmel, waldigen Flußtälern mit dekorati­vem Baumschlag, die an kleine Laubgobelins erinnern, stammen von seiner Hand; mit Recht gilt D., dessen Gemälde die Bayerische Staatsgemäldesammlung besitzt, als einer der Bahnbrecher für die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


21-13-31 (Dorner & Drechsel-Deuffstetten)