Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_62

Anschütz Hermann, 1802 (Koblenz) – 1880, Historien-, Kirchenmaler und Akademie­professor; er studierte in Dresden hauptsächlich Bildnis- und Historienmalerei, ging 1822 zu P. von Cornelius nach Düsseldorf und mit diesem 1826 nach München, wo er 1827 das Deckengemälde für den ehemaligen Odeonssaal (Das Urteil des Midas) schuf; 1830–1831 in Neapel, war hierauf an der Ausschmückung der Münchner Resi­denz beteiligt; unter den Altargemälden des kindlich-frommen Meisters ragt die Himmelfahrt Mariens in Furth im Wald hervor; seine religiöse Kunst ist stark von F. Overbeck beeinflußt.

Andere Werke: Madonna mit den Patronen der vier Waffengattungen in der katho­lischen Garnisonskirche in Koblenz, Kirchengemälde in Rio da Janeiro und in Irland.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


28-08-26 (Anschütz)