Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_600

Brulliot Franz, 1780 (Düsseldorf) – 1836, Kunstschriftsteller und Konservator der Münchner Kupferstichsammlung; Sohn des nachmaligen Galerieinspektors Josef B., studierte er zunächst in seiner Heimat Düsseldorf, dann in München bei J. P. Langer an der Kunstakademie bis er sich 1808 ausschließlich der Kupfersstichkunde zu­wendete, als Angestellter der Münchner Kupferstichsammlung (seit 1822 Konserva­tor) mußte er wiederholt Deutschland Frankreich, Holland und Italien bereisen; durch eine neue zweckmäßige Ordnung nach Schulen und Malern, Inventarisation, Erstellung eines Realkataloges (nach A. Bartsch) und Neuerwerb von 100 000 Kup­ferstichen hat B. sich um diese Sammlung sehr verdient gemacht, seinen gesamten Nachlaß verschenkte sein Sohn an G. K. Nagler.

Hauptwerke: Dictionnaire des monogrammes, 2 Bde., Table générale des mono­grammes, 3 Hefte, Catalogue raisonné des estampes du cabinet de feu M. d’Are­tin, 2 Bde.; seine Monogramm-Verzeichnisse sind ein wichtiges Nachschlagewerk für den Kunstgeschichtler.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


ML-290* (Brulliot)