Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_482

Wittmann Franz Michael, Dr. phil., 1804 (Finkenhammer, Lkr. Vohenstrauß/Opf.) – 1857, Historiker und Reichsarchivrat; er, ein Brudersohn des heiligmäßigen Bischofs Georg Michael W. von Regensburg, studierte in Amberg, Landshut und München und trat dann in das Allgemeine Reichsarchiv in München ein; sein Verdienst be­steht in der langjährigen Redaktion der »Monumenta Boica« und der »Regesta Boi­ca«; jedes seiner Werke, auch das scheinbar unbedeutendste, trägt nach Ansicht seines Vorgesetzten, des Reichsarchivdirektors Dr. G. Th. Rudhart »den Stempel des gründlichsten Wissens und der eminenten Begabung an sich«.

Hauptwerke: Bayerische Landes- und Rechts-Geschichte, Edition der ältesten Urba­re und (zusammen mit K. A. Muffat) Urkunden des Hochstifts Würzburg in den »Monumenta Boica« (Bd. 36a und 37), Geschichte der Grafen von Leuchtenberg, Die Herkunft der Bayern von den Markomanen, Die Burggrafen von Regensburg, Geschichte der Reformation in der Oberpfalz, Monumenta Wittelsbacensia; seine Arbeit »Das altgermanische Königtum« machte W. mit den ersten rechtshistori­schen Fachkräften in Deutschland bekannt.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


24-04-08 (Wittmann)