Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_481

Wismayr Josef, 1767 (Freising) – 1858, katholischer Geistlicher, Oberstudien- und Kirchenrat; W., ein Freund und Mitarbeiter L. Hübners, wurde nach theologischen Studien in Freising und literarisch-pädagogischer Tätigkeit in Salzburg 1803 von Montgelas als General-Schulen- und Studiendirektoratsrat nach München berufen; sein Schulplan vom 28. VIII. 1804 ist ein Produkt josephinischer Aufklärung und stellt den Versuch dar, die alte Lateinschule mit der neuen Realschulgattung zu ei­ner Einheitsschule zu verschmelzen, die auf drei Triennialkursen (Realschule, Gym­nasium und Lyzeum) aufgebaut war; der Plan hatte Reformgedanken, die uns sehr modern anmuten.

Hauptwerke: Grundsätze der deutschen Sprache, zwei Teile (wurde in den Schulen Bayerns und der Pfalz eingeführt), Kleine deutsche Sprachlehre für öffentliche Vor­bereitungsschulen und den Privatunterricht, Blüten und Früchte, 2 Bde., Fragen und Antworten mit Gründen und Gegengründen, Lesefrüchte, Geschichtliche Merkwürdigkeiten.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


ML-SP-2-23 (Wismayr)