Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_450

Sutner Georg Karl, von, 1763 (München) – 1837, Ministerialrat, Staatsrat, Reichsrat der Krone Bayern, Bürgermeister von München und Historiker; er studierte in In­golstadt (Licentiat der Rechte) und wurde nach kurzer Praxis zu Dachau 1786 inne­rer Rat, 1792 städtischer Archivar und Notar, 1797 Stadtsyndikus und 1804 Bürger­meister von München; 1805 wurde S. landschaftlicher Oberaufschlags-einnehmer, bis er 1807 in den bayerischen Staatsdienst trat; 1810 hatte er einen Spezialauftrag bei der Übernahme Salzburgs und des Innviertels an Bayern, 1812 wurde er Mit­glied der BAkdW, historische Klasse, 1814 Vorstand der Staatsschuldentilgungs­kommission (als Nachfolger J. von Utzschneiders), 1817 Ministerialrat im Finanzmi­nisterium und 1819 Staatsrat; S. ist es gelungen, die Staatsschuld auf dem Adminis­trativweg um neun Millionen zu vermindern, indem er die Organisation vereinfach­te, das Personal verringerte und den Zinsfuß reduzierte; er hat sich auch als Histori­ker betätigt.

Hauptwerke: München während des Dreißigjährigen Krieges, Die Verfassung der älteren städtischen Gewerbs-Polizey in München von ihrem Entstehen bis zum XVI. Jahrhundert; König Ludwig I. äußerte sich auf die Mitteilung von Ss. Tod: »Ob die­ser Verlust ersetzt werden kann?«

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-099/100 (Sutner)