Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_443

Streber Franz Xaver, Dr. phil., 1806 (Deutenkofen bei Landshut/Ndb.) – 1864; Nu­mismatiker und Universitätsprofessor; ein Neffe des bekannten Numismatikers (Münzforschers) Franz Ignaz von St. gründlich philosophisch und theologisch vorge­schult und infolge der Veröffentlichung eines kritischen Kataloges über 18000 griechische Münzen und eines Lexicon numismaticum-iconographicum mit meisterhaf­ten eigenhändigen Zeichnungen von etwa 6000 griechischen Münzen der Wissenschaft bekannt geworden, wurde St. 1830 Adjunkt und 1841 Konservator (als Nach­folger seines Oheims) des Königlichen Münzkabinetts; ein Jahr zuvor war er zum Professor der Archäologie an der Münchner Universität berufen worden; von St. stammen zahlreiche Abhandlungen aus dem Gebiet der griechischen, keltischen und mittelalterlichen Münzkunde.

Hauptwerke: Abhandlungen der Münchner Akademie über Regenbogenschüsseln und mittelalterliche Münzfunde Süddeutschlands; St. war »einer der letzten Vertre­ter des alten katholischen Münchens« (P. Weiß), geschätzter Lehrer, ein Vater der dürftigen Studenten und Gründer und erster Vorsitzender des »Vereins für konsti­tutionelle Monarchie und religiöse Freiheit« (1848/56).

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-321/322 (Dietz & Maas & Streber)