Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_428

Siebold Philipp Franz Jonkheer, von, 1796 (Würzburg) – 1866, Japanforscher, Medi­ziner und Botaniker; Sohn des Würzburger Universitätsprofessors der Medizin Jo­hann Georg Christoph von S., studierte er in seiner Heimatstadt Medizin, ging 1822 nach den Niederlanden und von da als Sanitätsoffizier nach Batavia; 1823 kehrte er als japanischer Gesandter zurück, unternahm aber 1859 eine zweite Jap­anreise, trat dort sogar in die Dienste des Taikun und kehrte erst 1862 nach Europa zurück, wo er sich in München niederließ; seine naturgeschichtlichen Sammlungen besitzt Leiden.

Hauptwerke: Nippon, Archiv zur Beschreibung von Japan, mit Atlas, 2 Bde., Flora japonica, Bibliotheca japonica, lithographiert von dem Chinesen Kotsching-Dschang, Epitome linguae japonicae; S., der auch mit dem Botaniker J. G. Zuccarini zusammenarbeitete, gilt heute noch als authentischer Japanforscher.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


33-13-05 (Siebold)