Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_425

Seuffert Johann Adam, Dr. jur., von, 1794 (Würzburg) – 1857, Rechtsgelehrter und Universitätsprofessor; S. studierte in seiner Heimatstadt und machte den Feldzug von 1814 nach Frankreich mit, habilitierte sich darauf für Geschichte und Staatswis­senschaften in Göttingen, 1817 wurde er Professor der Geschichte, Pandekten und bayerischen Zivilrechts in Würzburg, seit 1831 Vertreter der Universitäten im baye­rischen Landtag und zweiter Präsident der Ständeversammlung, 1832 Appellati­onsgerichtsassessor bzw. -rat in Straubing, 1834 in Ansbach und 1838 in Eichstätt, mußte er dann aber aus gesundheitlichen Gründen 1839 vom Staatsdienst aus­scheiden; er zog nach München und betätigte sich haupt-sächlich fachschriftsteller­isch.

Hauptwerke: Begründung der »Blätter für Rechtsanwendung« und des »Archiv für die Entscheidungen der obersten Gerichte in den deutschen Staaten«, Praktisches Pandektenrecht (3 Bde.), Kommentar über die bayerische Gerichtsordnung (4 Bde.); auch als (liberaler) Politiker war S. unter dem Pseudonym Justus Steinbühl li­terarisch tätig.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


30-01-21 (Seuffert)