Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_419

Schubert Gotthilf Heinrich, von, 1781 (Hohenstein/Sachsen) – 1860, Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Universitätsprofessor; er hatte ursprünglich Theologie studiert, wandte sich aber in Jena der Medizin zu und ließ sich in Dresden als Arzt nieder, wobei er naturphilosophische Vorträge hielt, die unter Schellings Einfluß standen; 1819 wurde er Professor der Naturwissenschaften in Erlangen, 1827 in München und Mitglied der BakdW; er gehörte auch der evangelischen Erwe­ckungsbewegung an; von seiner ersprießlichen Tätigkeit berichtet seine Autobio­graphie »Der Erwerb aus einem vergangenen und die Erwartungen von einem zu­künftigen Leben«; seine Arbeiten (Symbolik des Traumes, Ahnungen einer allge­meinen Geschichte des Lebens [3 Bde.] und Geschichte der Seele), sind heute fast vergessen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


33-02-24 (Ranke & Schubert)