Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_401

Sager Michael, von, 1825 (Holzhäusl bei Vilsbiburg/Ndb.) – 1898, Techniker, Ingeni­eur und Oberbaurat; zuerst Tuchschererlehrling, kam er unter großen Mühsalen zum Studium, trat in den Staatsdienst, machte sich jedoch später selbständig und war dann, gefördert von Cramer-Klett, wesentlich beteiligt an der Errichtung der Eisenbahnlinien München-Simbach und München-Treuchtlingen; in Österreich-Un­garn baute H. Eisenbahnstrecken von insgesamt 1050 Kilometern, u. a. die Puster­talbahn von Franzensfeste (Fortezza) – Innichen (S. Candido) – Lienz, Neumarkt-Ried-Braunau, Temesvar-Orsova, in Nordböhmen und bei Wien; auch am Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals war er beteiligt; in dem von S. erworbenen Klostergut Wes­sobrunn richtete er eine Musterökonomie ein; S. zählt zu den universalsten techni­schen Genies des 19. Jahrhunderts, daneben war er auch ein großzügiger Wohltä­ter und Mäzen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


NA-026 (Sager)