Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_399

Rüdinger Nikolaus, Dr. med., 1832 (Erbes-Büdesheim bei Alzey/RheinlandPfalz) – 1896, Anatom und Universitätsprofessor; anfangs Barbiergehilfe in Heidelberg, stu­dierte R. zu Heidelberg und Gießen und wurde 1855 Prosektor in München; eine Zulassung als Privatdozent konnte er nicht erwirken, erst J. von Liebig verhalf ihm zur Ernennung zum Honorarprofessor in München, wo er 1880 das Ordinariat für Anatomie erhielt; dieser berühmte Anatom führte die neuerfundene Photographie als Illustrationsmittel in die Anatomie ein und erfand neue Konservierungsmetho­den von Leichen für Unterrichtszwecke, u. a. Karbolinjektionen für Präpariersaallei­chen; mit anderen gab R. die »Monatsschrift für Ohrenheilkunde« und die »Beiträ­ge zur Anthropologie und Urgeschichte Münchens« heraus.

Hauptwerke: Atlas des peripheren Nervensystems des menschlichen Körpers, Ana­tomie der menschlichen Rückenmarksnerven, Topographisch-chirurgische Anatomie des Menschen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


17-13-39 (Rüdinger)