Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_393

Rockinger Ludwig, Dr. jur., von, Ritter, 1824 (Würzburg) – 1914, Rechtshistoriker, Reichsarchivdirektor, Geheimer Hofrat und Universitätsprofessor; nach philoso­phisch-juristischen Studien wurde R. Praktikant beim Allgemeinen Reichsarchiv (heute: Bayerisches Hauptstaatsarchiv) in München; neben seiner Tätigkeit als Ar­chivar (Würzburg, Geheimes Staats- und Geheimes Hausarchiv München) war er an­fangs Privatdozent der juristischen Fakultät und dann Honorarprofessor für Paläo­graphie und bayerische Geschichte an der Universität München, seit 1868 o. Mit­glied der BAkdW und von 1889–1895 Reichsarchivdirektor; er gab viele bahnbre­chende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Rechtsgeschichte, der Germanistik und der geschichtlichen Hilfswissenschaften heraus und bereitete die Edition des Schwabenspiegels vor.

Hauptwerke: Denkmäler des bayerischen Landrechts, über die Formelbücher vom 13. bis zum 16. Jahrhundert als rechtsgeschichtliche Quelle, Die Verwaltung der bayerischen Landesarchive, Wörterbuch zu dem Urkundenwerke der altbayerischen landständischen Freiheitsbriefe, Die Handschriftliche Grundlage der Ausgabe des kaiserlichen Land- und Lehenrechtes, Über Schreibstoffe in Bayern, An der Wiege der bayerischen Mundartgrammatik des Bayerischen Wörterbuchs, Geheimschrift bayerischer Fürsten und Staatsmänner des 16. Jahrhunderts.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


14-08-57 (Rockinger)