Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_391

Zu Rhein Maximilian Josef, von, Freiherr, Dr. jur., 1780 (Würzburg) – 1832, bayeri­scher Justizminister; nach Studien zu Mainz und Würzburg stand er anfangs im Dienst des Fürstbischofs von Würzburg, wurde großherzoglich-würzburgischer Ge­heimrat, bis er 1814 in bayerische Dienste übernommen wurde; er war 1817 Vize­präsident des Untermainkreises und 1826/32 Generalkommissär und Regierungs­präsident dieses Kreises (heute: Unterfranken); Staatsminister der Justiz war Z. nur vom 1. Januar bis zum 21. Oktober 1832 (Todestag); »Sein bleibendes Verdienst als Justizminister aber ist es, daß er allzu weitgehende Forderungen königlicher Selbstherrlichkeit zurückwies und sich nicht darin gefiel, sie noch zu bestärken, wie es von anderen Ratgebern der Krone jener Zeit geübt wurde.«; Ludwig I. nannte ihn den »treuen und redlichen Zu Rhein«; sein Sohn, Friedrich Freiherr von Zu Rhein – bestattet in Würzburg -, war nach Sturz der Regierung von Abel Ministerverweser des Staats-Ministeriums des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten und des der Finanzen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


AA-20 (Rhein)