Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_382

Radlkofer Ludwig, Dr. med. et phil., von, 1829 (München) – 1927, Botaniker, Gehei­mer Hofrat und Universitätsprofessor; Sohn des magistratischen Rechtsrats Dr. jur. Jakob R. – ebenfalls hier bestattet -, der sich um die Bienenzucht verdient machte und nach dem eine Münchner Straße benannt ist, studierte R. in seiner Vaterstadt Medizin und Botanik, habilitierte sich 1856 und wurde 1859 Universitätsprofessor, 1875 Mitglied der BAkdW, und 1891 Direktor des Botanischen Museums und Staatsherbariums zu München; er ist der Begründer der anatomisch-systematischen botanischen Methode, auch beendete er den Akademikerstreit über die Befruch­tung der Phanerogamen (= Blütenpflanzen).

Hauptwerke: Befruchtung der Phanerogamen, Befruchtungsprozeß im Pflanzenrei­che, über das Verhalten der Parthenogenesis (= Fortpflanzung durch Entwicklung unbefruchteter Keimzellen) zu den anderen Fortpflanzungsarten, Über die Kristalle proteinartiger Körper, Über die Methode in dem botanischen System, insbesonde­re anatomische Methode, Monographie der Sapindaceengattung.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-089 (Radlkofer)