Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_323

Merz Ludwig, Dr. phil., 1817 (Benediktbeuern/Obb.) – 1858, Optiker, Geograph und Universitätsprofessor; Sohn des Optikers Georg M., studierte er in Freising und München (Mitschüler von Haneberg, J. N. Sepp und Strodl), habilitierte sich für Physikalische Geographie, Geschichte der Entdeckungsreisen und Allgemeine Erd­kunde und wurde Professor in München (anläßlich der Lola-Montez-Unruhen 1847 abgesetzt); hierauf wurde M. Mitarbeiter der optischen Firma Merz und Söhne, die zahlreiche ausländische Sternwarten mit ihren großen Fernrohren belieferte; 1846 rief er den Vinzenz-Verein (zur Unterstützung der Armen) in München ins Leben, und 1848 gründete er zusammen mit Guido Goerres den »Verein für konstitutionel­le Monarchie und kirchliche Freiheit«; als Schöpfer des Gesellenhauses in München wurde er »Bayerns Kolping« genannt; M. war auch publizistisch tätig.

Hauptwerke: Über Analogie von Licht und Wärme, Die neue Verbesserung am Mi­croscope, Optik, besonders für Augenärzte, Allgemeine Erdkunde, Gewerbestand und Proletariat, Blick auf unser gesamtes Schulwesen, Über die Linderung des herr­schenden Notstandes, Das Buch der Erde, herausgegeben von J. N. Sepp, mit des­sen Schwester Anna Barbara M. verheiratet war.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


MR-195 (Merz & Sepp)