Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_271

Knorr Ludwig, Dr. rer. nat., 1859 (München) – 1921, Chemiker und Universitätspro­fessor; er stammt aus der bekannten Münchner Großkaufmannsfamilie Knorr-Sab­badini und war Schwiegersohn des Historienmalers K. von Piloty; nach Studien zu München, Heidelberg und Erlangen wurde K. 1888 Universitätsprofessor der Che­mie in Würzburg und 1889 zu Jena sowie Direktor des dortigen Universitätslabora­toriums; K. lieferte Synthesen von Chinolin- und Pyrrolderivaten und entdeckte 1884 durch synthetische Versuche mit dem Acetessigester die Pyrazolverbindun­gen, unter denen das Antipyrin von großer Bedeutung ist; hervorzuheben sind sei­ne »Studien über Tautomerie« und seine Forschungen zur Aufklärung der Konstitu­tion der »Morphiumalkaloide«, die Forschungen und Entdeckungen Ks. sind auch noch für die heutige Pharmazie eine wichtige Grundlage.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


NA-022 (Knorr)