Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_264

Klee Heinrich, Dr. theol., 1800 (Münstermaifeld bei Koblenz) – 1840, katholischer Theologe und Universitätsprofessor; er studierte in Mainz, wo er auch nach seiner Priesterweihe als Professor der Exegese und Kirchengeschichte (seit 1824) und der Philosophie (seit 1825) wirkte, 1829 war er Professor der Dogmatik und Exegese in Bonn, 1839 wurde er als Nachfolger J. A. Moehlers nach München berufen; K. war ein fruchtbarer Gelehrter, dabei ein scharfer Gegner des Hermesianismus (Georg Hermes gründete den Offenbarungsglauben nicht auf die Autorität Gottes, son­dern, von Kant beeinflußt, auf das Postulat der praktischen Vernunft, die Men­schenwürde rein zu verwirklichen); »K. gehörte zu den Männern, welche für ihr Zeit­alter wahre Stützen und Leuchten katholischer Wissenschaftlichkeit waren und die Zuversicht auf die Möglichkeit und Vereinbarkeit einer glaubensinnigen Katholizität und Kirchlichkeit mit wissenschaftlicher Tiefe beleben und stärken halfen« (Werner).

Hauptwerke: De chiliasmo primorum saeculorum, Die Beichte, Kommentare zum Johannes-Evangelium und zu Paulusbriefen; System der kath. Dogmatik, Enzyklo­pädie der Theologie, Die Ehe, Lehrbuch der Dogmengeschichte, 2Bde., Grundriß der kath. Moral.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


ML-324/325 (Klee)