Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_260

Kiliani Max Emanuel, von, Exzellenz, 1821 (Landshut) – 1893, General der Kavallerie; Sohn eines Reiteroffiziers, der fast alle Feldzüge von 1790-1815 mitgemacht hatte, trat K. nach Absolvierung des Kadettenkorps in München 1839 als Junker in das 1. Chevauleger-Regiment Kronprinz Maximilians ein; 1841 Unterleutnant, 1842 Leut­nant, 1848 Oberleutnant, 1858 Rittmeister, 1865 Major und 1867 Oberstleutnant, wurde er Kommandant der neu errichteten Equitationsanstalt; im Kriege von 1870/71 führte er das 2. Chevauleger-Regiment, wurde 1872 Oberst und 1874 Kommandeur der 3. Kavallerie-Brigade, 1882 wurde K. Generalmajor und 1883 Di­visionskommandeur (seit 1889 General der Kavallerie); 1861 und 1863 war er einer bayerischen Kommission zum Studium der Österreichischen Equitation zugeteilt, wo er die Generäle der Kavallerie Fürst Taxis und den berühmten Baron von Edels­heim kennenlernte, dessen System auf seine Anregung in Bayern eingeführt wurde; als Adjutant von der Tanns machte K. den dänischen Feldzug und den Sturm auf die Düppler Schanzen bei der Sturm-Kolonne mit; Ks. Name ist nicht nur mit der Entwicklung der bayerischen Kavallerie eng verbunden, auch bei den übrigen deut­schen Heeresteilen und in Österreich ist er als einer der hervorragendsten Reiterof­fiziere bekannt; die bayerische Kavallerie verdankt K. ihre hohe technische und tak­tische Ausbildung.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


04-04-12/13 (Kiliani & Verger)