Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_255

Kefer Franz Xaver, 1763 (Axöd, Lkr. Eggenfelden/Ndb.) – 1802, Pädagoge, Schulin­spektor und Professor an der Militärakademie in München; um seinen Lebensunter­halt zu verdienen, übernahm er eine Hofmeisterstelle in München, wurde aber bald als Lehrer der Geographie und Repetitor der lateinischen Sprache an der kurfürstli­chen Militärakademie, dem späteren Kadettenkorps, angestellt; sein Plan zu einem feiertäglichen Unterricht für Lehrlinge und Gesellen wurde 1793 von Kurfürst Karl Theodor genehmigt; ohne fremde Mittel eröffnete er in seiner Wohnung in der Sendlinger Straße beim Unterottlbräu diese Feiertagsschule für 400 Schüler; sein Mitarbeiter H. J. Mitterer gliederte dieser die von ihm begründete Zeichnungs­schule an; Ks. Feiertagsschule kam später ins ehemalige Seidenhaus am Anger und schließlich ins ehemalige Hofwaisenhaus an der Kreuzstraße (1883 abgerissen); K. gehört zu den bewährtesten Pädagogen um 1800, sein Grabmal – heute rechts von der Aussegnungshalle untergebracht – verkündet mit den Worten der damaligen Zeit Ks. Bedeutung: »Tausende seiner Schüler durch Europa ehren sein Andenken in ihrem Herzen, Freunde und Mitgenossen seines Amtes durch Tränen.«

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


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