Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983) / t_206

Haeutle Christian, Dr. jur., 1826 (Affing, Lkr. Aichach/Obb.) – 1893, Historiker und königlicher Reichsarchivrat; Sohn eines Patrimonialrichters, studierte H. auf der Münchner Universität Rechte und Geschichte und trat 1851 in den bayerischen Ar­chivdienst ein; nach Verwendung im damaligen Kreisarchiv Bamberg kam er 1877 an das Allgemeine Reichsarchiv in München; seit der Mitte der fünfziger Jahre war H. mit der Herausgabe der »Genealogie des erlauchten Stammhauses Wittelsbach« unermüdlich beschäftigt; diese Festgabe zum 800jährigen Wirken des bayerischen Herrscherhauses bildet auch heute noch ein wichtiges Nachschlagwerk, in dem sämtliche Linien dieser weitverzweigten Dynastie erfaßt sind.

Andere Werke: Kleine Hilfsmittel beim Studium der Bayerischen Geschichte, Beiträ­ge zur Landes-, Fürsten- und Kultur-Geschichte der deutschen Staaten mit beson­derer Rücksicht auf Bayern-Pfalz und auf das Haus Wittelsbach; H. hat gewissenhaft ein Tagebuch geschrieben, aus dem sein Lebenslauf genau verfolgt werden kann, besonders hervorzuheben sind dabei seine Kindheits- und Jugenderinnerungen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.


37-01-20/21 (Haeutle & Lesch & Marold)